Ernährung bei Diabetes - Bioladen | Foto: Helene Souza  / pixelio.de

Ernährung bei Diabetes: Wirkt Nahrungsergänzung?

Ernährung bei Diabetes: Heilkräuter und Mittel zur Nahrungsergänzung sind beliebt

FÜR Patienten mit Diabetes ist die Regulierung des Blutzuckerspiegels sehr wichtig. Neben der medizinischen Behandlung mit Insulin wenden Betroffenen häufig auch Tipps für die Ernährung bei Diabetes an. Nach einer Studie des amerikanischen Journla „Clinical Diabetes“ nutzen ein Drittel der Diabetes-Patienten auch Methoden der alternativen Medizin.

Doch wirkt die alternative Medizin mit Heilkräutern und Nahrungsergänzung wirklich?

Sind Ergänzungsmittel zur Ernährung bei Diabetes wirksam?

Zahlreiche Heilkräuterkräuter und Nahrungsergänzungsmittel sind für alternative Therapien bei Patienten mit Diabetes beliebt. Es gibt bisher aber keine Beweise aus klinischen Tests dafür, dass Ergänzungsmittel oder Vitamine wirklich vorteilhaft für die Ernährung bei Diabetes sind.

Die langfristige Einnahme von Ergänzungsmitteln zur Ernährung bei Diabetes wie Vitamin C, Vitamin E und Carotin zeigte in Studien bisher keine Ergebnisse. Es gibt bisher auch nicht genügend Beweise dafür, dass die Einnahme von Nährstoffen wie Vitamin D, Chrom, Magnesium oder Zimt während der Ernährung bei Diabetes bei der Behandlung hilft.

Die häufigsten Tipps zur Ernährung bei Diabetes im Test

  • Aloe Vera: Zur Ernährung bei Diabetes wird häufig Gel dieser haushaltsüblichen Pflanze als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Zwei klinische Studien haben ergeben, dass oral eingenommens Aloe Vera half, den Blutzuckerspiegel innerhalb von sechs Wochen zu senken. Die Studien haben aber keine Langzeitwirkungen getestet.
  • Alpha-Liponsäure: Alpha-Liponsäure ist in üblichen Nahrungsmitteln wie Spinat, Broccoli und Kartoffeln zu finden. Zur Ernährung bei Diabetes soll Alpha-Liponsäure durch Diabetes verursachten Nervenschäden reduzieren und den Insulinabbau hemmen. Bisher zeigen Studien tatsächlich eine Wirkung gegen die Diabetes-bedingten Nervenschäden, vor allem bei intravenöser Anwendung. Die Verbesserung der Reaktion des Körpers gegen Insulin lässt sich dagegen bisher nicht medizinisch belegen.
  • Chrom: Es ist medizinisch bewiesen, dass Patienten mit Diabetes mehr Chrom ausscheiden als Patienten ohne Diabetes. In einer Studie wurden 180 Patienten zweimal täglich entweder ein Placebo oder 500 μg des Ergänzungsmittels Chrom zur Ernährung bei Diabetes verabreicht. Die Gruppe der Patienten mit dem dem Ergänzungsmittels verbesserten ihre HbA1c-Werte.
  • Zimt: Studien über das beliebte Ergänzungsmittel Zimt zur Ernährung bei Diabetes haben bisher widersprüchliche Ergebnisse geliefert. Einige Studien haben ergeben, dass Zimt die Insulin-Sensibilität verstärkt während andere keine Wirkung von Zimt nachweisen konnten. Falls Zimt für die Ernährung bei Diabetes hilfreich sein sollte, ist der Effekt minimal.
  • Knoblauch: Knoblauch ist ebenfalls ein beliebtes Ergänzungsmittel für die Ernährung bei Diabetes. Klinische Studien haben gezeigt dass, Patienten mit Diabetes Typ 2 auch mit einer langfristigen Anwendung von Knoblauch keine Veränderung in ihrem Blutzuckerspiegel erreichten. Allerdings haben andere Studien gezeigt, dass Knoblauch den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senkt. 
  • Ginseng: Ginseng ist ein Heilkraut, dass auch für die Ernährung bei Diabetes Anwendung findet. Es gibt bisher keinerlei Studien, die eine Wirkung von Ginseng als Mittel zur Behandlung von Diabetes nachweisen.
  • Gymnema Sylvestre: Blätter der Rankpflanze Gymnema Sylvestre aus der ayurvedischen Behandlung kann zur Ernährung bei Diabetes gekaut werden. Der hindische Name für Gymna Sylvestre ist „guramr“. Übersetzt bedeutet das „Zucker-Zerstörer“. Es gibt bisher aber nur Mythen zur Wirkung der Planze für die Ernährung bei Diabetes, da noch keine klinische Studien durchgeführt wurde.
  • Magnesium: Magnesium findet man in Vollkorn, Nüssen und Blattgemüse. Eine Studie ergab, dass Menschen mit einem niedrigen Magnesiumspiegel von Diabetes gefährdeter sind als andere.
  • Omega-3 Fettsäuren: Omega-3 Fettsäuren sind in Lachs, Walnüssen, Sojabohnen und anderen Lebensmitteln zu finden. Es gibt bisher keine Beweise dafür, dass Omega-3 Fettsäuren für die Ernährung bei Diabetes sinnvoll sind. Bewiesen ist dagegen, dass Omega-3 Fettsäuren das Risiko von Herzkrankheiten senken.
  • Polyphenole: Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die in Früchten, Gemüse und Vollkorn gefunden werden können. Wirkungen von Polyphenolen auf die Ernährung bei Diabetes sind bisher nicht erprobt.
  • Vanadium: Einige Studien haben ergeben, dass eine hohe Dosis Vanadium die Insulinsensibilität verstärken könnte. Jedoch sind die Beweise noch nicht endgültig. Vanadium kann außerdem bei der Ernährung bei Diabetes starke Nebenwirkungen haben und sogar toxisch auf den Körper wirken.

Ernährung bei Diabetes - Bioladen | Foto: Helene Souza / pixelio.de

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