Krankenhauskeime sind besonders gefährlich, wenn sie Wunden bei Operationen infizieren

Krankenhauskeime - Infektion, Vorbeugung und Behandlung

Was sind Krankenhauskeime?

Krankenhauskeime sind Bakterien, die in Krankenhäusern entstehen. Zufällige Mutationen eines Bakteriums können zu Krankenhauskeimen werden.

Einige dieser Krankenhauskeime sind resistent gegen Behandlungsmittel wie Antibiotika oder bestimmten Desinfektionsmittel. Diese mutierten Bakterien können sich problemlos fortpflanzen.

Viele Menschen sind mit Krankenhauskeimen infiziert, ohne dass sie es merken

Grundsätzlich sind die Krankenhauskeime ungefährlich. Die meisten Menschen tragen Krankenhauskeime in sich, ohne es jemals zu merken. Allerdings besteht bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem eine große Gefahr.

Krankenhauskeime sind auch gefährlich, wenn sie sich an Operationswunden festsetzen. Die Risikofaktoren für die Infektion mit Krankenhauskeime sind:

  • Alter des Patienten,
  • Grund des Krankenhausbesuches,
  • Hygiene des Krankenhauses.

Die Übertragung der Krankenhauskeime geschieht über Körperkontakt, infizierte Gegenstände und über die Luft.

Die verschiedenen Arten von Krankenhauskeimen

Die Namen der bisher entdeckten Krankenhauskeime lauten:

  • Enterococcus faecium (VRE)
  • Staphylococcus aureus (MRSA)
  • Klebsiella pneumoniae
  • Acinetobacter baumannii
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Enterobacter (ESBL)

Die drei häufigsten Keime sind MRSA, VRE und ESBL. MRSA kann verschiedene Krankheiten auslösen Krankheiten auslösen. Das Bakterium ist schwer zu behandeln da es immun gegen Antibiotika ist.

VRE macht sich bemerkbar, indem es gefährliche Darmkrankheiten verursacht.

ESBL lässt sich in jeden Körper finden, da dieses Bakterium Teil der Darmflora ist.

Krankenhauskeime: Infektion ist schwer zu behandeln

Die Behandlung der Krankenhauskeime ist äußerst schwierig und Patienten leiden in der Regel jahrelang an Symptomen. Deshalb ist Prävention sehr wichtig.

Die Vorbeugung vor Krankenhauskeimen liegt jedoch in der Verantwortung der Krankenhäuser. Sie müssen hohe Hygienestandards einhalten.

Krankenhauskeime verhindern durch weniger Antibiotika

Das Entstehen von Krankenhauskeimen kann auch dadurch verhindert werden, dass Antibiotika so selten wie möglich verschrieben werden.

Es gibt auch die Möglichkeit, Patienten schon bei der Aufnahme ins Krankenhaus auf Krankenhauskeime hin zu untersuchen. Dies wird in der Regel bei Menschen gemacht, die sich sehr häufig in klinischen Umgebungen aufhalten.
In einigen Krankenhäusern gibt es Hygieneärzte, die darauf spezialisiert sind, die Verbreitung von Krankenhauskeimen einzudämmen.

Wie infiziert man sich mit Krankenhauskeimen?

Das „Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten“ schätzt, dass sich in Europa 2,6 Millionen Menschen pro Jahr mit Krankenhauskeimen infizieren. Diese Zahl ist nicht leicht zu ermitteln da die meisten Infektionen unbemerkt geschehen.

Zudem wird meistens nicht einmal bei Todesfällen ermittelt, ob Krankenhauskeime der Auslöser für eine Krankheit waren.
Am häufigsten infizieren sich Patienten mit Krankenhauskeimen durch eine Wundinfektion nach einer Operation. An zweiter Stelle folgt die Infektion durch die Harnwege bei der Einführung eines Katheters. Auf Platz drei kommt die Infektion durch das Blut. Krankenhauskeime können zu einer Blutvergiftung führen.

Krankenhauskeime sind besonders gefährlich, wenn sie Wunden bei Operationen infizieren

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