Morbus Crohn kann die Lebensqualität genauso stark beeinträchtigen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Morbus Crohn - was Sie wissen müssen

Was Sie wirklich über Morbus Crohn wissen sollten

Morbus Crohn ist als Krankheit nicht so bekannt wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Morbus Crohn kann die Lebensqualität eines Menschen aber genauso stark beeinträchtigen.

Morbus Crohn ist eine chronische und entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Trakts. Morbus Crohn betrifft am häufigsten den Dick- und Dünndarm. Morbus Crohn kann aber auch andere Teile des Magen-Darm-Trakts befallen.

Bei Morbus Crohn gibt es Phasen mit Schüben und Remissionsphasen

Die meisten Menschen mit Morbus Crohn durchlaufen Schübe und Remissionen. Während der Schübe sind die Symptome, die mit Morbus Crohn zusammenhängen, am stärksten. Während der Remissionsphase, fühlen sich an Morbus Crohn Erkrankte gesund.

Häufige Symptome eines Morbus-Crohn-Schubs sind:

  • Bauchschmerzen (die sich nach dem Essen verschlimmern)
  • Durchfall
  • schmerzhafter Stuhlgang
  • Blut im Stuhl
  • Gewichtsverlust
  • Anämie
  • Müdigkeit

Morbus Crohn kann sich aber auch auf andere Weisen äußern, z.B. durch Gelenkschmerzen oder Augenentzündungen.

Immer mehr Menschen erkranken an Morbus Crohn

Die Zahl der Morbus Crohn - Diagnosen nimmt weiter zu. Autoimmunerkrankungen im Allgemeinen, einschließlich entzündlicher Darmerkrankungen und Morbus Crohn, sind in den letzten Jahren häufiger geworden. Der Anstieg von Morbus Crohn betrifft vor allem entwickelte Industrieländer.

Männer und Frauen sind von Morbus Crohn gleichermaßen betroffen. Symptome von Morbus Crohn können in jedem Alter auftreten. Am häufigsten tritt Morbus Crohn bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von zwischen 15 und 35 das erste Mal auf.

Die Ursachen von Morbus Crohn sind unbekannt

Die spezifischen Ursachen von Morbus Crohn sind unklar. Die meisten Forscher glauben, dass es sich um eine Kombination von Umständen handelt, die Morbus Crohn verursachen.

Morbus Crohn wird vermutlich durch eine Kombination aus diesen Faktoren verursacht:

  • genetische oder erbliche Faktoren
  • Auslöser aus der Umwelt, wie Medikamente, Luftverschmutzung, übermäßiger Einsatz von Antibiotika, schlechte Ernährung und Infektionskrankheiten
  • ein eigensinniges Immunsystem, das seinen eigenen Magen-Darm-Trakt angreift

Weitere Forschungen werden durchgeführt, um die Verbindung zwischen Umweltfaktoren und Morbus Crohn aufzuklären.

Die Familiengeschichte könnte für Morbus Crohn eine Rolle spielen

Wenn es Spuren von Reizdarmerkrankungen in ihrer Familie gibt, dann könnte dies ein erhöhtes Risiko für Morbus Crohn für sie bedeuten. Die meisten Menschen mit Morbus Crohn haben jedoch keine Spuren von Reizdarmerkrankungen in ihrer Familie. Daher glauben die meisten Forscher, dass Umweltfaktoren einen entscheidenden Einfluss auf Morbus Crohn haben.

Man kann Morbus Crohn nicht selbst verursachen

Ärzte wissen nicht, was Morbus Crohn verursacht. Klar ist aber, dass ein Mensch Morbus Crohn nicht selbst auslösen kann.

Rauchen macht die Symptome von Morbus Crohn schlimmer

Die Verbindung zwischen Rauchen und Morbos Crohn gelten als erwiesen. Rauchen verschlimmert die Symptome von Morbus Crohn. Rauchen erhöht aber auch die Chancen für die Entwicklung von Morbus Crohn.

Raucher erkranken mit etwa ein Drittel höherer Wahrscheinlichkeit an Morbus Crohn als Nichtraucher.

Für Morbus Crohn gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung

Morbus Crohn äußert sich in unterschiedlichen Symptomen. Die Schübe von Morbus Crohn sind individuell verschieden Daher muss die Behandlung von Morbus Crohn auf die speziellen Symptome individuell zugeschnitten werden.

Es stehen viele medizinische Therapien zur Verfügung, um Morbus Crohn zu behandeln. Therapien umfassen Immunsuppressiva, Steroide und Biologika.

Morbus Crohn kann das Risiko für Darmkrebs erhöhen

Das Risiko von Darmkrebs ist bei Menschen mit Morbus Crohn etwa dreimal so hoch wie bei Menschen ohne Morbus Crohn.

Eine Operation führt bei Morbus Crohn selten zur vollständigen Heilung

Viele Patienten mit Morbus Crohn ziehen eine Operation in Erwägung. Bei Morbus Crohn wird operiert, wenn Medikamente nicht ausreichen, um die Krankheit unter Kontrolle zu halten.

Dennoch ist eine Operation bei Morbus Crohn häufig nur eine vorübergehende Lösung.

Früherkennung ist bei Morbus Crohn besonders wichtig

Je früher Morbus Crohn diagnostiziert wird, desto besser sind die Chancen, dass die Lebensqualität durch medizinische Behandlung verbessert werden kann. Der behandelnde Arzt sollte Erfahrung mit der Behandlung Morbus Crohn haben.

Da Morbus Crohn und die Behandlungsmöglichkeiten sehr komplex sind, sollten Sie sich in jedem Fall an einen Spezialisten wenden.

Morbus Crohn wird häufig lange nicht erkannt. Wenn Sie chronische Bauchschmerzen und Durchfall oder andere unerklärliche Magen-Darm-Beschwerden haben, dann sollten Sie mit Ihrem Arzt über Morbus Crohn sprechen.

Morbus Crohn kann große Auswirkung auf das Leben haben

Morbus Crohn beginnt häufig bei jungen Menschen. Häufig beeinträchtigt Morbus Crohn die Lebensqualität dann ein Leben klang.

Die Angst davor, plötzlich auf die Toilette zu müssen oder die Symptome ihren Freunden erklären zu müssen, durchdringt die täglichen Gedanken vieler Patienten. Sozialleben und Arbeitsleistung leiden bei Morbus-Crohn-Patienten häufig sehr stark

Emotionale Unterstützung ist bei Morbus Crohn wichtig

Für jemanden, der an Morbus Crohn leidet, ist emotionale Unterstützung von entscheidender Bedeutung. Verständnis und Beistand sind sehr wichtig. Patienten mit Morbus Crohn sollten von Stress entlastet werden.

Morbus Crohn ist heute besser kontrollierbar als je zuvor

Eine frühe Diagnose und die Behandlung durch Experten machen Morbus Crohn heute recht gut kontrollierbar.

Je früher Sie bei Morbus Crohn Hilfe bekommen, desto eher können Sie ein normales und weitgehend schmerzfreies Leben führen.

Morbus Crohn kann die Lebensqualität genauso stark beeinträchtigen wie Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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